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- Tipp der Woche -

Sichere Sportwetten: Mit SureBets kinderleicht und risikolos viel Geld gewinnen?

Quotenunterschiede bei verschiedenen Anbietern werden genutzt

Es klingt wie ein Widerspruch in sich – Sichere Wetten. Aber Sure Bets, auch bekannt als Arbitrage-Wetten, funktionieren nach einem denkbar einfachen Prinzip: Quotenunterschiede bei verschiedenen Anbietern werden ausgenutzt, um unabhängig vom Ausgang eines Sportereignisses einen sicheren Gewinn zu erzielen. Und das funktioniert tatsächlich. Vorausgesetzt, man findet einen lukrativen Quotenunterschied und hat das nötige Kleingeld, um einen entsprechend hohen Gesamtbetrag auf mehrere Wetten zu verteilen, und das schnell und annähernd gleichzeitig – denn die betroffenen Buchmachern werden ihre Quoten anpassen und so stehen diese bisweilen nur einige Minuten.

Arbitrage kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen. In der Wirtschaft wird damit Handel bezeichnet, der Preisunterschiede für gleiche Produkte in verschiedenen Märkten zu einer risikoarmen beziehungsweise risikolosen Gewinnerzielung nutzt. Es ist wie bei den Wetten: Der Vorteil besteht in der Regel nur für kurze Zeit, da sich die Preise verschiedener Märkte relativ schnell aneinander anpassen. Also kauft ein Arbitrageuer, oft mit hohen und teilweise auch kreditfinanzierten Mitteln an einem Ort das billigere Produkt, um es, zumindest theoretisch, gleichzeitig an einem anderen Ort zu dem höheren Preis wieder zu verkaufen.

Bei Sportwetten unterscheidet man zwei Varianten, die im Wesentlichen auf der gleichen Strategie beruhen. Eine Variante ist die so genannte "All Back Sure Bet", bei der unter den Quoten verschiedener Wettanbieter die besten herausgesucht werden. Dann muss man ausrechnen, ob eine Arbitrage vorliegt und die notwendigen Einzeleinsätze bestimmen, um dann die Wetten zu setzen. Die "Back Lay Sure Bets" funktionieren nach dem gleichen Prinzip, es werden aber nicht nur die höchsten Quoten verwendet. Man sucht hierbei die höchste Back-Quote und die niedrigste Lay-Quote und berechnet danach die notwendigen Einsätze. Eine Arbitrage liegt immer dann vor, wenn die Lay-Quote niedriger ist als die Back-Quote. Die Begriffe Lay und Back machen schon deutlich, dass diese Wettstrategien vor allem bei Internetwetten zum Einsatz kommen, unter normalen Buchmachern sind sie kaum üblich. Lay-Wette meint dabei, gegen den jeweiligen Ausgang zu setzen, mit einer Back-Wette dagegen setzt man auf einen bestimmten Ausgang. Bei einem Fußballspiel ist die Chance auf einen Gewinn also bei einer Lay-Wette doppelt so hoch wie bei einer Back-Wette, da man die Wette sowohl mit einem Unentschieden als auch mit einem gegnerischen Sieg gewinnt.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Ein Tischtennisspiel hat zwei mögliche Ergebnisse, ein Unentschieden ist ausgeschlossen.. Die beste Quote für Spieler A findet man bei Buchmacher X mit 2.0, die beste Quote für Spieler B hat Buchmacher Y mit 4.0.

Der so genannte Profitfaktor, die Summer der Quotenkehrwerte, zeigt an, ob es sich um eine Arbitrage handelt. Ist der Profitfaktor kleiner als 1, dann liegt eine Arbitrage vor. Diese Formel gilt auch bei mehr als zwei zugrunde liegenden Quoten. Im Tischtennisbeispiel ist der Profitfaktor ½ + ¼ = 0,75.

Im nächsten Schritt müssen die Einzeleinsätze berechnet werden. Auch hierfür gibt es eine Formel: Einsatz 1 = 1 / Profitfaktor * Gesamteinsatz / Quote 2 und Einsatz 2 ist entsprechend zu berechnen durch 1 / Profitfaktor * Gesamteinsatz / Quote 1. Geht man von einem Gesamteinsatz von 1000 Euro aus, dann betragen im Tischtennisbeispiel die Einsätze 666,66 Euro und 333,33 Euro.

Setzt man also nun bei Buchmacher X 666,66 Euro auf Spieler A und bei Buchmacher Y 333,33 Euro auf Spieler B, so erhält man unabhängig vom Ausgang des Spiels eine Auszahlung von 1333 Euro, der Gewinn von 333 Euro ist also sicher. Theoretisch zumindest.

Instabilität der Quoten

Eines der größten Probleme bei dieser Wettstrategie ist, dass sich die Quoten sehr schnell anpassen, denn natürlich suchen viele Menschen nach solchen Gelegenheiten und die betroffenen Buchmacher werden schnell reagieren. Manchmal stehen die Quoten nur für Minuten. Erfolgversprechender scheint es da, sich auf Arbitragen im einstelligen Prozentbereich zu konzentrieren, da diese nicht so begehrt sind.

Hoher Kapitaleinsatz

Um mit einer 2- oder 3%igen Arbitrage wirkliche Gewinne zu erzielen, muss der Kapitaleinsatz schon recht hoch sein. Bei einer ausgeglichenen Quote beispielsweise von 2.05 beträgt der garantierte Gewinn bei zwei gleich hohen Wetten mit einem Gesamteinsatz von 1000 Euro auf ein Ereignis wie das Tischtennismatch nur noch 25 Euro.

Zeit und Geld

Viele Buchmacher und Wettbörsen begrenzen von vorneherein die Höchsteinsätze. Spätestens, wenn man bei einem Anbieter einige Gewinne erzielt hat, muss man mit einer Limitierung rechnen. Dieser Umstand erfordert es, das Einsatzkapital auf viele Buchmacher zu verteilen. Kann man maximal 500 Euro pro Wette setzen, so muss man schon bei einem Gesamteinsatz von 5.000 Euro bei zehn Buchmachern annähernd gleichzeitig seine Wette machen. Verluste entstehen auch durch die kurzfristige Anpassung der Quoten. Eine schnelle Internetverbindung ist also Bedingung, ebenso das Bereithalten von Accounts bei den verschiedenen Wettbörsen – und dann ist schnelles Handeln erforderlich. Akzeptieren die Anbieter keine Kreditkarten oder entsprechende alternative Sofort-Bezahl-Methoden, sondern nur Überweisungen, dann dauert das eigentlich alles schon viel zu lange, um eine erfolgreiche Arbitrage zu setzen.

Gebühren

Von dem Gewinn muss man noch eventuelle Gebühren abziehen. Bei der Abgabe von Wettscheinen in einem Wettbüro fällt pro Schein eine so genannte Tippscheingebühr von 10% bis 15% an. Diese entfällt bei Wettbörsen im Internet zwar in der Regel, aber dafür erheben die Betreiber Gebühren für Ein- und Auszahlungen.

Stornierungen

Es ist nicht unüblich, dass Wetten aus den verschiedensten Gründen auch nach Spielende noch storniert werden. Insbesondere Spielabbrüche werden verschieden beurteilt, so dass man am Ende ziemlich dumm aus der Wäsche schauen kann. Wenn im oberen Beispiel das Spiel beim Stand von 2:0 für Spieler A abgebrochen wird und Buchmacher X daraufhin die Quote storniert, Buchmacher Y aber das Spiel als Sieg für Spieler A ansieht, dann ist der Einsatz für die zweite Wette verloren, aber nichts gewonnen. Um also nicht Gefahr zu laufen, aufgrund von Stornierungen nicht nur nicht zu gewinnen, sondern sogar zu verlieren, muss man die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter sorgfältig vergleichen und die Einzelwetten einer Arbitrage nur zu den gleichen Konditionen setzen.

Software und Internet-Portale für Sure Bets

Es gibt natürlich längst entsprechende Helferlein für diese Wettstrategie, die es erfordert viele Quoten zu vergleichen, um beim Auffinden von Arbitragen möglichst zeitnah seine Einsätze zu machen. Zum einen sind da Internetportale mit Quotenvergleichen zu nennen. Darüber hinaus gibt es Software, die automatisch die Quoten verschiedener Buchmacher und Wettbörsen vergleicht, gegebenenfalls einen "Arbitrage-Alarm" auslöst und in der Regel gleich die Verlinkung zu den entsprechenden Internetseiten liefert. Kostenlose Software gibt es kaum und wenn, dann ist sie kaum besser oder schneller als ein Mensch. Kostenpflichtige Angebote gibt es viele, meist zahlt man als Spieler eine monatliche Gebühr. Die Kosten für diese Abos bewegen sich zwischen 25 und 150 Euro bei einem Monat Mitgliedschaft und verringern sich entsprechend bei längeren Laufzeiten, allerdings zahlt man den Betrag dann auch gleich für 3 oder 6 Monate im voraus. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis solcher Dienstleistungen ist auch bei Spielern umstritten, von der Seriosität vieler Anbieter mal ganz abgesehen. Aber selbst wenn man keine Bedenken hat, sein Geld einem Unternehmen mit Sitz auf den Cayman-Inseln anzuvertrauen, sich mit einem Abo lange an ein Portal oder ein Programm zu binden ist sicher nicht ratsam – dafür sind viele Angebote in den letzten Jahren viel zu schnell wieder verschwunden.

Die rechtliche Seite

Sure Bets sind grundsätzlich nicht verboten. Inwiefern Sure-Bet-Portale, die einen sicheren Gewinn für jedermann versprechen, sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen, sei dahingestellt.

Derzeit noch unklar ist, ob private Wettvermittler in Deutschland überhaupt zulässig sind. Im Frühjahr 2006 hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass Sportwetten grundsätzlich als Glücksspiel im Sinne des § 284 des Strafgesetzbuches anzusehen seien und daher unter das staatliche Glückspielmonopol fallen. Bis dahin war die Vermittlung aufgrund der unklaren Rechtslage allerdings auch nicht strafbar, die Vermittler hätte sich in einem "unvermeidbaren Verbotsirrtum" befunden, so entschied der Bundesgerichtshof erst vor wenigen Wochen (Az. 4 StR 62/07).

Ob Sportwetten aber nun zu den Glücksspielen zu zählen sind oder nicht, ist nicht die entscheidende Frage, sondern ob das staatliche Glückspielmonopol in Deutschland überhaupt zulässig ist. Die Europäische Kommission hat dazu im März 2007 festgestellt, dass der geplante deutsche Glücksspielstaatsvertrag gegen europäisches Recht verstoße. Neben einer unzulässigen Beschränkung der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit sieht die Europakommission auch die Zahlungs- und Kapitalverkehrsfreiheit (Art. 56 Abs. 1 und 2 Europäisches Gesetzbuch) behindert. Der geplante Staatsvertrag verstoße im Zusammenhang mit dem Finanzmonopol der stattlichen Lotteriegesellschaften gegen die europäischen Wettbewerbsregeln, auch das geplante Verbot von Banner- und Trikotwerbung für Sportwetten sei europarechtswidrig. War es vor wenigen Jahren aufgrund der Rechtslage in Deutschland noch möglich, den verlorenen Wetteinsatz wegen der grundsätzlichen Unzulässigkeit des Angebots einzuklagen, so scheint diese Möglichkeit für unglückliche Sportwetten-Spieler nun endgültig zu schwinden. Bis Ende des Jahres 2007 läuft die Übergangsfrist, bis dahin muss eine verfassungs- und europarechtlich tragfähige Lösung gefunden werden.

Die entscheidende Frage ist also weniger, ob Sure-Bets im Internet legal sind, sondern ob ein entsprechender Wett-Dienstleister im Internet seriös ist oder nicht. Man kann versuchen, diese aufgrund der Informationen aus Impressum und Allgemeinen Geschäftsbedingungen einzuschätzen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, private Wettvermittler für ebenso seriös oder unseriös zu halten wie staatliche Anbieter.

Fazit

RA. Dr. Thomas Schulte, Berlin, www.dr-schulte.de meint dazu: Prinzipiell sind Arbitrage-Wetten eine sichere Sache, vorausgesetzt man hat genügend Zeit, Geld und auch ein bisschen Glück. Portale oder Software-Lösungen, die jedem unabhängig von seinem Wissen einen sicheren Gewinn versprechen, sind nicht als seriös anzusehen. Wer mit Sure-Bets wirklich Geld verdienen will, sollte schon ein wenig Fachwissen mitbringen und sowohl die Entwicklungen von Spielern und Teams allgemein beobachten als auch ein Augenmerk auf die jeweiligen Details eines Ereignisses wie Mannschaftsaufstellungen und ähnliches haben. Das ganz große Geld ist nur mit entsprechend hohen Kapitaleinsätzen zu machen, und auch hier besteht das nicht unerhebliche Risiko von Verlusten durch Quotenanpassungen und Stornierungen, mal ganz abgesehen von anfallenden Gebühren. Sure Bets sind also eine interessante und auch potentiell lukrative Wettstrategie, aber keinesfalls kann man damit schnell, einfach und auch noch sicher Geld verdienen.

Unsere Kanzlei mit Sitz am Kurfürstendamm in 10719 Berlin ist wirtschaftsrechtlich orientiert und hauptsächlich im Bank- und Kapitalanlagenrecht sowie auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes tätig. Der Autor Dr. Thomas Schulte ist seit 1995 selbständiger Rechtsanwalt in Berlin und Bankkaufmann (IHK). Weitere Informationen zu Autor und Thema finden Sie unter www.dr-schulte.de

Quelle: ISA-Casinos

 
 
 
  Was ist eine Sportwette?

PferdewettenEine Sportwette ist eine Wette, bei der Geldeinsätze auf das Eintreffen eines Sportergebnisses getätigt werden. Sportwetten werden entweder zu festen Gewinnquoten von einem Buchmacher angeboten oder zu variablen Quoten am Totalisator bzw. nach Art der Calcutta-Auktion abgeschlossen. Zusätzlich existieren so genannte Wettbörsen, bei denen die Benutzer über das Internet gegeneinander wetten können.
International bieten viele Wettveranstalter täglich eine große Anzahl von Sportwetten an. Bei der traditionellen Form der Wettabgabe begibt sich der Kunde in ein Wettlokal, wo er einen Wettschein ausfüllt und den Wetteinsatz in bar hinterlegt. Heute jedoch ist die Wettabgabe per Internet die weitaus beliebtere Variante. Sportwetten werden seit einigen Jahren nicht mehr nur bei den dafür klassischen Sportarten wie Pferderennen oder Boxen ausgetragen. Heute dominiert die Fußball-Sportwette auf Spiele der europäischen Spitzenligen, der europäischen Pokalwettbewerbe und auf Länderspiele. Auch Hunderennen sind – besonders in Großbritannien – sehr beliebt; in den USA wird auch gerne auf Baseballspiele und American Football gewettet. In der Arabischen Welt, beispielsweise in Abu Dhabi, erfreuen sich Kamelwetten großer Beliebtheit. Es sind außer der normalen Siegwette oftmals mehrere Wettmöglichkeiten für ein einziges Sportereignis möglich: So kann beispielsweise auch auf den Halbzeitstand, das genaue Ergebnis oder die Gesamtsumme der erzielten Punkte/Tore etc. gewettet werden.

 
 
 
  Grundlegendes zu Sportwetten
 
Bei klassischen Sportwetten wird dem Kunden eine feste Quote für jedes Ergebnis eines Sportereignisses angeboten, aus dieser lässt sich dann der mögliche Gewinnbetrag errechnen. Auf jeden der möglichen Ausgänge kann eine Wette platziert werden.

Beispiel:
Ein typisches Wettereignis könnte auf dem Wettschein eines Buchmachers wie folgt aussehen:

FC Bayern München – Borussia Dortmund    1 1.80   0 3.20   2 4.00

  • Der Ausgang "1" repräsentiert hier einen Sieg der als erstes gelisteten Mannschaft (Bayern).
  • Die "0" (oft auch "X") steht für ein Unentschieden.
  • Die "2" steht für einen Sieg Dortmunds.
  • Bei Fußballwetten und vielen anderen Sportarten wird die Heimmannschaft standardmäßig an erster Stelle genannt, dann die Auswärtsmannschaft. Bei Ereignissen, die keinen eindeutigen Heimteilnehmer haben (beispielsweise Tennismatches), obliegt die Auflistungsreihenfolge dem Buchmacher.

Schließen wir nun eine Wette auf einen Sieg von Bayern München zu einer Quote von 1.80 und mit einem Einsatz von 15 Euro ab, erhalten wir im Gewinnfall unseren Einsatz multipliziert mit der Gewinnquote zurück. In diesem Falle betrüge die Auszahlung 27 Euro (15 * 1,80). Korrekter ist es allerdings, den Reingewinn zu berechnen, denn 15 Euro waren unser Einsatz. Der Reingewinn errechnet sich wie folgt: (Einsatz * (Quote - 1), in unserem Beispiel also (15 * 0,8) = 12 Euro.

FootballDie Quoten repräsentieren die vom Buchmacher implizierte Wahrscheinlichkeit für jeden möglichen Ausgang eines Ereignisses abzüglich einer meist prozentualen Buchmacher-Marge, die die Quoten vermindert (siehe Buchmacher). Beim staatlichen Wettanbieter Oddset liegt diese Marge bei ca. 20 Prozent. Andersherum läßt sich so die Ausschüttungsquote eines Buchmachers berechnen, sie beträgt hundert Prozent abzüglich der jeweiligen Buchmacher-Marge. Eine Auszahlungsquote von 80 Prozent bedeutet: Würde man auf jeden möglichen Ausgang eines Ereignisses so viel Geld setzen, dass man bei jedem möglichen Ergebnis den gleichen Betrag ausbezahlt bekommt, bekäme man genau 80 Prozent des eingesetzten Kapitals zurück. Der für den Kunden ideale Buchmacher hätte demnach eine Auszahlungsquote von 100 Prozent, jedoch wäre eine solch hohe Ausschüttung für den Anbieter der Wette nicht mehr wirtschaftlich.

Hält der Buchmacher den Eintritt eines Sportergebnisses für zu 50% wahrscheinlich, errechnet er die Quote dafür wie folgt: (100 / 50%) = 2. Diese Quote wird nun noch durch die Buchmacher-Marge geschmälert, sodass sie unter 2 liegen wird. Bei einer Auszahlungsquote von 80% läge sie beispielsweise bei 1,60. Die Quoten für die weiteren Ergebnisse errechnen sich nach dem selben Schema, natürlich muss die Gesamtwahrscheinlichkeit aller Ergebnisse genau 100% betragen. Läge sie darüber, würde es sich um eine Surebet, eine sichere Wette, handeln. Dies kommt in der Praxis nicht bei ein und demselben Buchmacher vor, sondern entsteht durch Quotenschwankungen zwischen verschiedenen Wettveranstaltern.

Für den Sportwetter sind die Quoten enorm wichtig, denn sie bestimmen den Gewinn im Falle eines richtigen Tipps. Ein gutes Vorgehen ist hierbei, sich zunächst ein Ereignis anzuschauen und selbst Wahrscheinlichkeiten zu jedem Wettausgang zu erstellen (Beispiel: Bayern 70%, Unentschieden 20%, Dortmund 10%). Nun vergleicht man diese Wahrscheinlichkeiten mit den durch die Quoten implizierten Wahrscheinlichkeiten der vom Buchmacher angebotenen Wette. Dazu rechnet man (100/Quote), für obiges Beispiel im Falle von Bayern München resultiert daraus (100/1,80) = 55,55%. Man selbst hält einen Sieg Bayerns für 70% wahrscheinlich, der Buchmacher allerdings nur für 55%. Langfristig ist es notwendig, Spielergebnisse besser als der Buchmacher einschätzen zu können, um Gewinne zu erzielen. Je größer der Abstand zwischen diesen beiden Wahrscheinlichkeiten, desto lohnender die Wette für den Kunden. Man nennt Wetten, deren implizierte Wahrscheinlichkeit seitens des Buchmachers kleiner als die selbst erstellte ist, auch "Valuebets" (wertvolle Wetten). Dies ist allerdings nur eine Orientierungshilfe aus Sicht des jeweiligen Wetters. Ein anderer Sportwetter könnte einen Sieg Bayerns für nur 30% wahrscheinlich halten, für ihn wäre ein Tipp auf Bayern also keine "Valuebet".

Kommt es bei einer Wette zu keinem Spielausgang, wird sie meist annulliert. Gründe dafür können z. B. ein Spielabbruch oder das krankheits- bzw. verletzungsbedingte Fehlen eines Tennisspielers sein. Jeder Buchmacher ist allerdings ermächtigt, das Vorgehen in diesem Falle in seinen Geschäftsbedingungen zu verankern.

 
 
 
  Welche Wettarten gibt es?

Einzelwette
Die klassische Einzelwette (siehe Beispiel oben) besteht aus einer Wette auf den Ausgang eines einzelnen Ereignisses.

Kombinationswette
Auch kurz "Kombi-Wette" genannt. Hierbei werden mehrere Wetten auf verschiedene Ereignisse in einen Wettschein aufgenommen. Die Quoten aller Ereignisse werden miteinander multipliziert und ergeben die Gesamtquote der Kombinationswette. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette. Die Wette ist allerdings nur dann gewonnen, wenn jedes einzelne Ereignis der Kombinationswette richtig getippt wurde. Die hohe Quote ist oftmals verlockend, allerdings ist die Gewinnchance mit steigender Anzahl an Tipps entsprechend geringer. Kombinationswetten sind also nicht allgemein lukrativer als Einzelwetten. Die Anzahl der erlaubten Kombinationen ist von Buchmacher zu Buchmacher verschieden, oftmals können bis zu 10 oder mehr Spiele miteinander kombiniert werden.

Systemwette
Als Systemwette wird zusammengefasst eine Reihe sich ähnelnder Kombinationswetten bezeichnet. Eine Systemwette kann auch dann gewonnen werden, wenn einer oder mehrere Tipps falsch sind. Systemwetten werden in der Form X aus Y beschrieben, beispielsweise 3 aus 5 oder 4 aus 7 (ähnlich 6 aus 49 im Lotto). Die erste Zahl bezeichnet hierbei die Zahl der Tipps, die für einen Gewinn mindestens richtig sein müssen. Die zweite Zahl bezeichnet die Gesamtzahl der getippten Spiele. Aus diesen Spielen werden nun so viele unterschiedliche Kombinationswetten wie möglich gebildet, jede Kombinationswette besteht dabei aus der Anzahl Wetten die mindestens richtig sein müssen. Es werden bei einer Systemwette 3 aus 5 also aus den 5 Spielen alle möglichen verschiedenen Dreierkombinationen gebildet. Jede einzelne dieser resultierenden Kombinationswetten nennt man auch "Wettreihe". Der Einsatz wird pro Wettreihe berechnet. Setzt man also bei einer Anzahl von 10 Wettreihen je 2 Euro ein, beträgt der Gesamteinsatz 20 Euro.

 
 
 
 

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Der Wetter in Deutschland, das unbekannte Wesen

Formel1Deutschland hat im internationalen Vergleich einen eher unterentwickelten Wettmarkt. So wettet man in den Nachbarstaaten schon weitaus mehr, aber auch diese Pro-Kopf Einsätze verblassen bei einem Vergleich mit einigen Ländern im asiatischen Raum. Während der Bewohner in Hongkong z.B. durchschnittlich ca. 1.800 US$ pro Jahr wettet, sind es in Deutschland lediglich geschätzte 33 US$.

Wo wird gewettet in Deutschland – geografische Schwerpunke

Auch wenn der typische Oddset Kunde nicht unbedingt vergleichbar ist mit Kunden privater Anbieter oder von Internet-Angeboten, kann man die Umsatzverteilung von Oddset sehr wohl als Indiz für eine geographische Schwerpunktbildung nehmen. So lassen sich folgende Aussagen treffen:  

  • In den neuen Bundesländern wird weniger gewettet.
     
  • Es existieren keine signifikanten Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland.
     
  • Den höchsten pro-Kopf-Umsatz (0,18 € pro Woche) mit Oddset wird in Hamburg und der niedrigste (0,06 € pro Woche) in Thüringen und Sachsen erzielt.

Demografische Daten

Über die demographischen Daten der deutschen Wettkundschaft gibt es bisher nur wenige statistische Untersuchungen. Man kann aber auf quantitative Untersuchungen aus Großbritannien zurückgreifen und diese um qualitative Aussagen von Oddset und privaten Anbietern ergänzen. Zusammenfassend läßt sich Folgendes sagen:

Alter: Jüngere Zielgruppe als Lottoprodukte, mit einer dominierenden Altersgruppe von 20-35 Jahren.

Geschlecht: Der Wettmarkt ist eine Männerdomäne mit ca. 75% Anteil.

Sozialer Status: Ähnlich wie bei anderen Glücksspielangeboten gibt es eine leicht ausgeprägte Tendenz, dass untere Sozialschichten eher zum Wettschein greifen.

Nationalität: Kein Geheimnis in der Branche ist, dass vor allem in Deutschland lebende "Südländer" (z.B. Türken, Kroaten), aber auch Asiaten überdurchschnittlich intensiv wetten.

Kannibalisierung oder Neugeschäft – woher kommen die Wetter?

Eine wichtige Frage für Glücksspielveranstalter jeglicher Couleur ist, ob das angenommene Wachstum im Wettbereich Neugeschäft oder Kannibalisierung anderer Glücksspielbereiche ist und aus welchem Bereich – im Falle einer Kannibalisierung – der Wetter am ehesten kommen würde.

80% der Befragten der MECN-Umfrage unter Anbietern und Experten des deutschen Wettmarktes nehmen hinsichtlich dieser Fragestellung an, dass sich das Wachstum im Wettmarkt im Wesentlichen aus Neugeschäft speisen wird. Wichtigste Zielgruppe sind hier nach Aussagen der meisten Experten die Sportbegeisterten, die in vielen Fällen nur wenig oder bisher keine Erfahrung mit Wetten oder anderen Glücksspielangeboten gemacht haben.

Mehr Informationen gewünscht?

Mehr Informationen zum deutschen Wettmarkt finden Sie in der aktuellen Studie von MECN "Der deutsche Wettmarkt im Umbruch". Hier können Sie die Broschüre der Studie runterladen oder besuchen Sie http://www.wettmarkt.mecn.net/ für mehr Informationen.

mit freundlicher Genehmigung von: ISA Casinos (Bild nicht Bestandteil des Artikels)

 
 
 
 

Sportwetten-Zertifiakte

SportZertifikate: Sportwetten an der Börse
von Rechtsanwalt Martin Arendts

Seit zwei Wochen können Sportwetten an der Börse gehandelt werden. Die Ex-tra Sportwetten AG (http://www.ex-tra-sportwetten.at) mit Sitz in Wien, eine Tochtergesellschaft der Berliner Effektengesellschaft, verbrieft Sportwetten als Ex-tra SportZertifikate. Bei diesen Zertifikaten handelt es sich um auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen mit variabler Rückzahlung. Ein Handel mit den SportZertifikaten findet seit dem 7. März 2007 an der Börse Frankfurt Smart Trading und der Wertpapierbörse Berlin-Bremen im Freiverkehr statt.

Bulle und Baer, die Symbole der BoerseDa die Ex-tra Sportwetten AG als Emittent der Zertifikate als Wetthalter fungiert, hat sie beim Magistrat der Stadt Wien eine Bewilligung zum gewerbsmäßigen Abschluss von Wetten beantragt und auch erhalten. Einsteigen will Ex-tra mit Zertifikaten auf die in Deutschland und Österreich beliebtesten Sportarten Fußball und Formel-1-Rennen. Auch für die 2008 in der Schweiz und in Österreich stattfindende Fußball-Europameisterschaft und die Champions League soll es Zertifikate geben.

Aktuell werden seit letzter Woche zwei Arten von Zertifikaten auf die Fußball-Bundesliga gehandelt: Meisterzertifikate und Platzierungszertifikate. Beim Meisterzertifikat erhalten Besitzer bei Fälligkeit 100 Euro, falls die betreffende Mannschaft deutscher Fußballmeister wird. Ansonsten gehen Inhaber des Zertifikats leer aus. Ein Beispiel: Das Meisterzertifikat auf Schalke 04 kostet aktuell 42,10 Euro. Dies entspricht bei einer Zahlung von 100 Euro im Gewinnfall am Laufzeitende einer Buchmacherquote von 2,38. Je schlechter ein Verein platziert ist, desto niedriger ist der Kurs des Meisterzertifikats. So kostet das Papier auf Werder Bremen aktuell 31,90 Euro, auf Bayern München 23 Euro und auf den VfB Stuttgart 12,70 Euro.

Bei der zweiten Art, dem Platzierungszertifikat, hängt die Höhe der Rückzahlung vom Rang am Ende der Bundesligarunde 2006/2007 ab. Platz eins bedeutet eine Rückzahlung von 100 Euro, für Platz zwei gibt es 95 Euro. Jeder Platz weiter hinten in der Tabelle schmälert den Gewinn um weitere 5 Euro. Für Platz 15 sind das dann noch 30 Euro. Die Abstiegsränge 16 bis 18 gehen leer aus. Die Kurse der Platzierungszertifikate spiegeln in etwa den Tabellenstand wider: Vorn sind Schalke 04, Werder Bremen, der VfB Stuttgart und Bayern München. Interessanter ist für Trader das Tabellenmittelfeld, da dort mehrere Vereine eng beieinander sind. Jeder Platz nach oben oder unten macht daher bereits rund zehn Prozent Kursveränderung aus.

Als Argument für an der Börse gehandelte Wetten und Wettbörsen bringen Ökonomen wirtschaftliche Vorteile ins Spiel. So könnten sich Fußballklubs durch den Handel mit Sportzertifikaten gegen sportlichen und damit finanziellen Misserfolg absichern. Denkbar ist auch eine Rückabsicherungsmöglichkeit für Buchmacher. Im Unterschied zu klassischen Wetten können Wettkunden bei Zertifikaten während der Laufzeit ihre Position wieder glattstellen und Gewinne (oder Verluste) realisieren. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Transaktionskosten gerade bei kleinem Kapitaleinsatz den Gewinn noch ein Stück schmälern können.

Den von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) gebilligten Basisprospekt vom 16. Februar 2007 sowie die einzelnen Zertifikatsbedingungen hat Ex-tra auf der Internet-Seite hinterlegt. Ein öffentliches Angebot in Deutschland ist – wohl aus rechtlichen Gründen – zunächst nicht vorgesehen. Die Zulassung zum Handel mit den Ex-tra Sportzertifikaten ist von der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, einer weiteren Konzerntochter der Berliner Effektengesellschaft AG, beantragt worden. Tradegate stellt fortlaufend An- und Verkaufskurse und ermöglicht so einen fortlaufenden Handel. Neben dem Handel im Freiverkehr soll auch auf der elektronischen Handelsplattform TRADEGATE unter der Internetseite www.sportzertifikate.de gehandelt werden können.

 

Börse Frankfurt setzt Handel mit SportZertifikaten aus
von Rechtsanwalt Martin Arendts

Die Frankfurter Börse hat den gerade erst gestarteten Handel mit Sportwetten eingestellt, die in Form von Zertifikaten (sog. "SportZertifikaten") verbrieft worden waren (vgl. Sportwettenrecht aktuell Nr. 69). Bei der erstmaligen Ausgabe dieser Wertpapiere schließt der Emittent mit dem Käufer wirtschaftlich gesehen eine Langzeitwette auf ein Sportereignis ab.

Boerse FrankfurtDer Handel von 36 SportZertifikaten sei auf Veranlassung der hessischen Börsenaufsicht ausgesetzt worden, bestätigte ein Sprecher der Börse einen entsprechenden Bericht der "Börsen-Zeitung" vom Wochenende. Zuvor habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Glücksspiels (§ 284 StGB) aufgenommen, was bei einem zugelassenen Börsenprodukt allerdings überrascht.

Für den Börsenhandel hatte die Firma Ex-tra Sportwetten AG mit Sitz in Wien Wertpapiere in Österreich aufgelegt und im Februar und März 2007 entsprechende Prospekte veröffentlicht, die von den dortigen Aufsichtsbehörden FMA (www.fma.gv.at) auch offiziell genehmigt worden waren. Da EU-Regelungen gelten, können die Zertifikate damit grundsätzlich auch in Deutschland zum Handel zugelassen werden. Mit der Notierung an der Börse sollte nach Einschätzung von Händlern jedoch das umstrittene staatliche Wettmonopol in Deutschland umgangen werden. Die Firma Ex-tra hat allerdings eine entsprechende staatliche Zulassung des Magistrates der Stadt Wien als Buchmacher und darf damit gewerblich Sportwetten halten und anbieten.

Der Handel mit den SportZertifikaten an der Berliner Börse und im Internet über Tradegate (www.tradegate.de) ging trotz der Handelsaussetzung in Frankfurt ungehindert weiter. Der Börsenhandel mit den SportZertifikaten war erst am 7. März 2007 zunächst mit Meister- und Platzierungszertifikaten auf die Mannschaften der deutsche Bundesliga aufgenommen worden. Inzwischen wurden auch Zertifikate auf die Formel 1 sowie auf die Champions League aufgelegt.

Die Ex-tra Sportwetten AG ist ein Mitte letzten Jahres gegründetes Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft. Deren Vorstandsvorsitzender Holger Timm kündigte umgehend an, rechtliche Schritte gegen die Börse zu prüfen. Bei den Papieren handele es sich um Schuldverschreibungen, die auf jeden Fall auch ohne weiteren Handel zum Laufzeitende ausgezahlt würden. An der Frankfurter Börse gekaufte Papiere könnten aber auch in Berlin oder auf der firmeneigenen Online-Plattform Tradegate gehandelt werden. Nach seiner Schätzung haben Sportbegeisterte bislang zusammen rund eine Million Euro in die Papiere gesteckt.

Die hessische Börsenaufsicht wollte sich mit Hinweis auf das laufende Verfahren bislang nicht äußern. Es werde aber noch in dieser Woche eine offizielle Mitteilung an die Frankfurter Börse gehen.

Kommentar: Das Vorgehen der Frankfurter Börse und der Staatsanwaltschaft dürfte rechtlich nicht haltbar sein und zu Schadensersatzansprüchen führen. In einem anderen EU-Mitgliedstaat aufgrund dort veröffentlichter Prospekte zugelassene Wertpapiere kann man nicht ernsthaft in Deutschland als rechtwidrig ansehen und deswegen einfach vom Handel verbannen. Die Emittentin der Zertifikate, die Firma Ex-tra Sportwetten AG, ist darüber hinaus auch in Österreich staatlich als Buchmacher zugelassen, so dass die nach österreichischem Recht herausgegebenen Zertifikate aufgrund der zweifachen staatlichen Zulassung rechtlich unbedenklich sind. Das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden in Frankfurt zeigt, wie völlig unangemessen die deutschen Behörden vorgehen, um ein längst nicht mehr haltbares Sportwettenmonopol mit allen Mitteln zu verteidigen.

 

Staatsanwaltschaft geht in Sportzertifikate-Streit in Offensive

Frankfurt - Im Streit um die vom Handel ausgesetzten Sport-Zertifikate geht die Staatsanwaltschaft in die Offensive.

Die in Frankfurt angebotenen Zertifikate seien verwandt mit in Hessen verbotenen Sportwetten, sagte der zuständige Staatsanwalt Oliver Kuhn am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Es gibt keine Unterschiede, ob Wetten in einem Wettbüro abgeschlossen werden oder ob Sportzertifikate begeben werden", sagte er.

Sportwetten-ZertifikateAm Freitag hatte die Deutsche Börse insgesamt 36 von der Wiener Firma Ex-tra Sportwetten angebotene Zertifikate bis auf weiteres vom Handel ausgesetzt. Die Schuldverschreibungen werden von der Wertpapierhandelsbank Tradegate auf deren Online-Portal sowie in Frankfurt und Berlin angeboten. Tradegate-Vorstandschef Holger Timm sagte: "Ich handle nur Wertpapiere, die sich nicht von sämtlichen anderen strukturierten Produkten unterscheiden."

Die Zertifikate der Wiener wurden seit Anfang März im Freiverkehr in Frankfurt gehandelt. Anleger können beispielsweise mit Zertifikate darauf spekulieren, dass eine bestimmte Fussballmannschaft Deutscher Meister wird.

Von der Handelsaussetzung sind lediglich die Papiere in Frankfurt betroffen. Hier haben nach Angaben eines Börsensprechers nur relativ wenig Zertifikate den Besitzer gewechselt.

Der Streit um die Sportzertifikate schließt sich an den seit Monaten in Deutschland tobenden Streit über die Zulassung privater Wettanbieter an. Um sich gegen die Konkurrenz privater Anbieter zur Wehr zu setzen, planen die Bundesländer einen Glücksspiel-Staatsvertrag, der ihr bislang geltendes Monopol erhalten soll. In den Konflikt hat sich mittlerweile auch die EU-Kommission eingeschaltet, die das von den Ländern angestrebte Verbot der Sportwetten unangemessen findet.

 

Sportwetten-Zertifikate sind wieder handelbar

Kurstafel der BoerseNachdem der Kauf und Verkauf von 36 Sportwetten-Zertifikaten an der Frankfurter Börse auf Veranlassung der hessischen Börsenaufsicht ausgesetzt wurde, wurde der Handel dieser Papiere an der Berliner Börse und der außerbörslichen Plattform Tradegate wieder aufgenommen. Ob rechtliche Konsequenzen drohen, ist noch unklar.

"Für die Anleger hat sich bislang also nicht viel geändert", kommentierte Holger Timm, Vorstandsvorsitzender der Berliner Effektengesellschaft. Rechtliche Schritte hat Timm noch nicht eingeleitet. "Ich muss erst einmal die Sachlage prüfen. Dann muss endlich geklärt werden, was unsere Sportwetten-Zertifikate von den anderen 150.000 Zertifikaten, die in Deutschland gehandelt werden, unterscheidet", sagte Timm. Nach seiner Schätzung haben Sportbegeisterte bislang zusammen rund 1 Mio. Euro in die Papiere gesteckt.

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Aufnahme von Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel. Das Verfahren sei nach einer Anfrage der Börsenaufsicht zur rechtlichen Bewertung von Amts wegen eingeleitet worden, sagte ein Mitarbeiter. Es gebe den Verdacht, dass es sich um ein illegales Glücksspiel handele, da das Ergebnis der Fußballspiele zumindest aus der Perspektive des durchschnittlichen Käufers nur vom Zufall abhänge. Laut Gesetz sind die Veranstaltung und die Teilnahme an illegalen Glücksspielen verboten. Veranstaltern drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Die hessische Börsenaufsicht wollte sich mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Es werde aber noch in dieser Woche eine offizielle Mitteilung an die Frankfurter Börse gehen. Der Börsenhandel mit den Sportwetten-Zertifikaten war erst Anfang März aufgenommen worden. Dazu hatte die Firma Extra Sportwetten aus Wien 36 Papiere in Österreich aufgelegt, die von den dortigen Aufsichtsbehörden auch genehmigt worden waren. Kritiker meinten damals, so sollte das umstrittene staatliche Wettmonopol in Deutschland umgangen werden. Extra Sportwetten ist ein Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft. (FTD, DPA)

 

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Linktipp: Diskussions-Thread in DC's Roulette Board

 
 
 
 

30.04.2007
EU verschärft Streit mit Paris um Glücksspielregeln
von Christine Mai

Frankreich droht neuer Ärger mit der Europäischen Kommission wegen seiner restriktiven Vorgaben zum Glücksspiel. EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy plant nach FTD-Informationen, ein laufendes Vertragsverletzungsverfahren gegen das Land auszuweiten.

Grund ist die Weigerung des französischen Sportveranstalters ASO, den belgisch-schwedischen Rennstall Green Cycle Associates zu Radrennen in Frankreich zuzulassen, weil er von dem privaten Sportwettenanbieter Unibet gesponsert wird. ASO beruft sich dabei auf entsprechende französische Gesetze. Green Cycle Associates muss nun auch um eine Teilnahme am wichtigsten Radrennen der Welt kämpfen, der Anfang Juli startenden Tour de France. Ähnliche Probleme hat der Rennstall in Belgien. Er hat sich daher ebenso wie der Internationale Radsportverband UCI bei McCreevy beschwert.

"Ich habe schwere Bedenken, was die Situation in Frankreich angeht", schreibt der Ire in Briefen an Green Cycle Associates und UCI, die der FTD vorliegen. Er hat demnach vor, der Kommission im Juni vorzuschlagen, das Verfahren gegen Frankreich auszuweiten, um auch diesen Streitfall berücksichtigen zu können.

Frankreich verteidigt Vorgehen vehement

McCreevy verstärkt damit seinen Kampf gegen restriktive nationale Vorschriften zum Glücksspiel. Er sieht darin Verletzungen der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit. Gegen zehn EU-Staaten, darunter Deutschland, hat er Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Letzter Schritt dabei kann eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof sein. Die Kommission lehnt eine nationale Regulierung der lukrativen Märkte zwar nicht ab. Es dürfe aber niemand diskriminiert werden.

Frankreich verteidigt sein staatliches Wettmonopol energisch. Im vorigen Jahr etwa wurden dort Vorstände des österreichischen Internet-Sportwettenanbieters Bwin vorübergehend festgenommen.

In den Briefen wirft McCreevy Frankreich Inkonsistenz vor, da von staatlichen Anbietern gesponserte Teams wie Française des Jeux zugelassen werden. Er bezweifelt auch, dass ein Team auf Basis französischer Gesetze bei einem europäischen Rennen wie der Tour de France blockiert werden kann.

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